Presse

Videothek Joksch in den Medien…

 

 

Niederösterreich Heute 25.04.2018

httpss://noe.orf.at/news/stories/2908909/

 

Die letzte Videothekarin Niederösterreichs

Nach dem Boom in den Neunzigerjahren gibt es in Niederösterreich nur noch drei Videotheken.

Eine davon befindet sich in Krems. Die Eigentümerin Elke Joksch ist die letzte Videothekarin Niederösterreichs.

Rund 100 Stunden pro Woche steht Elke Joksch hinter der Verleihtheke: „Ich beginne in der Früh gegen sieben Uhr und gehe abends um halb zehn heim.”

Nur am Sonntag wird erst zu Mittag aufgesperrt. Beruf, Hobby und Lebensaufgabe – die Kremser Videothekarin steckt viel Zeit, Liebe und Leidenschaft in ihre

Videothek.

Tausende DVDs, Blu-rays und Computerspiele stehen gut sortiert in den Regalen.

Beliebt seien Neuerscheinungen, die eben noch im Kino zu sehen waren, ebenso wie Horror- und Actionfilme. „Danach kommen schon die anspruchsvollen

europäischen Filme“, erzählt Joksch gegenüber noe.ORF.at.

Erotik- und Pornofilme werden kaum mehr verliehen, dieses Geschäft sei fast vollständig ins Internet abgewandert.

 

Für Elke Joksch ist ihre Videothek Beruf und Lebenstraum zugleich

Weniger Konkurrenz, größerer Einzugsbereich

Seit die meisten Videotheken geschlossen haben, würden interessierte Kunden aus einem weit größeren Einzugsbereich nach Krems fahren.

Laut Joksch kommen die meisten aus dem Waldviertel sowie aus Städten wie St. Pölten und Hollabrunn.

Im Vergleich zu den Neunzigerjahren sei das Geschäft aber deutlich geringer. „Damals habe ich an jedem Wochenende 700 bis 900 Filme verliehen,

heute freue ich mich über jeden einzelnen Kunden“, erzählt die Videothekarin, „viele sind Stammkunden, es gibt aber auch immer wieder Neukunden,

die sich bei mir einschreiben.

Da weiß ich dann, dass ich doch einiges richtig mache.“

Die Videothek in Krems ist eine von insgesamt drei Videotheken in Niederösterreich

Eine Kennerin ihres Fachs

Um ihre Kunden gut beraten zu können, schaut sich die Videothekarin fast alle neu gekauften Filme auch selbst an. Zeit habe sie dafür genug.

Außerdem betreibt Joksch auch einen Paketannahme-Service und es gibt einen Kaugummi-Automaten beim Eingang. „Da dürfen die Kinder ein

paar Münzen hineinwerfen, während sich die Eltern einen Film aussuchen”, so Joksch.

Trotz massiver Konkurrenz durch Online-Videotheken und Streaming-Dienste im Internet will Joksch noch bis zu ihrer Pensionierung in ein paar

Jahren durchhalten.

„Wer glaubt, dass Filme über das Internet billiger sind, täuscht sich“, meint die Videothekarin, „bei mir kostet ein brandneuer Film, der eben noch

im Kino zu sehen war, 1,40 Euro Leihgebühr – und das ohne monatliche Kosten.“ Neben der Videothek in Krems gibt es in Niederösterreich noch

zwei weitere Videotheken, eine in Strasshof an der Nordbahn (Bezirk Gänserndorf) und eine in Bad Vöslau (Bezirk Baden).

Fabian Fessler, noe.ORF.at

Publiziert am 25.04.2018

 

 

 

 

P3TV 02.03.2018

httpss://www.p3tv.at/webtv/8571-nur-mehr-drei-videotheken-in-niederoesterreich

Nur mehr drei Videotheken in Niederösterreich

Filmverleihe sind in Niederösterreich völlig von der Bildfläche verschwunden.

Elke Joksch ist eine der wenigen Einzelkämpfer, die überlebt haben.

Sie betreibt in Krems eine Videothek und hat 6.500 Titel im Programm.

Aufhören kann die 52-jährige Unternehmerin schon alleine deswegen nicht,

weil ihr die Kunden über die Jahre ans Herz gewachsen sind.

 

 

 

 

Kurier 17.02.2018

httpss://kurier.at/chronik/niederoesterreich/videotheken-branche-ist-de-facto-ausgestorben/311.133.320

 

“Mein Verstand sagt, ich sollte aufhören. Aber mein Herz meint, meine Stammkunden brauchen mich.”

Elke Joksch aus Krems sieht ihre Videothek nicht als Beruf, sondern als pure Leidenschaft.

“Man darf die Vorlieben der Kunden kennenlernen und mit ihnen über die Filme diskutieren”, erzählt die 52-Jährige.

Trotzdem hat sie sich damit abgefunden, dass es gegen Streamingdienste wie Netflix oder Amazon nichts mehr zu gewinnen gibt.

“Solange ich mit beiden Beinen auf dem Boden stehe und selber nicht viel brauche, geht es sich aus”, sagt Joksch.

 

 

 

 

Heute 19.05.2017

https://www.heute.at/oesterreich/niederoesterreich/story/Branche-vor-Aus–Nur-noch-drei-Videotheken-in-N–50686034

 

“Hoffe, dass es sich bis zur Pension noch ausgeht”
Elke Joksch (51) aus Krems ist nach 29 Jahren immer noch im Geschäft. „In meiner Anfangszeit wussten wir nicht,

welchen Kunden wir zuerst bedienen sollen, aber die Branche ist rapide zurückgegangen.

Mein Glück ist, dass ich viele Stammkunden habe, die mir immer noch treu sind“, erzählt sie beim „Heute“-Lokalaugenschein

in ihrer Videothek in der Kremser Hohensteinstraße.

Um ihre Stammkunden zu halten, setzt die sympathische 51-Jährige auf Freundlichkeit – und ein paar Schmankerl wie

beispielsweise einen Gratis-Film für Geburtstagskinder.

1,40 Euro verlangt sie für das Ausleihen eines Films pro Tag. “Die Videothek ist immer noch die billigste Variante,

aber viele sind zu bequem geworden”, sagt sie.

Bescheiden müsse man in der heutigen Wirtschaftssituation eben sein.

Joksch hofft, dass „es sich bis zur Pension noch ausgeht“.